Chill-Out-Pavillon / 6. November 2013

Ach, wie schön sieht es aus...

Den ersten Regen und einige kräftige Schauer überstanden, begutachteten wir unseren Chill-Out-Pavillon und mussten mit Stolz feststellen: alles hat gehalten, alles war dicht, kein Regen hatte unser Dach durchdrungen…juhu…schon wuchs unsere Laune und Schaffenskraft, sodass wir Mitte Oktober zum Ende ausrückten…was war nun zu tun?

Wir erstellten gemeinsam unsere zweite Einkaufsliste und vereinbarten mit der Sozialpädagogin Romy vom Jugendhaus einen Einkaufstag. Das letzte Mal hatte das Einkaufen gut mehrere Stunden gedauert. Auch diesmal rechneten wir mit ca. 2-3 Stunden, war es doch noch einiges, was einzukaufen war. Aber was denn, fragt ihr euch? Wir wollen es euch verraten: einige Dachlatten für die Außenverkleidung, Außenpaneele mit dazugehörigen Spangen oder Krallen, Schrauben zum Festmachen der Paneele und nochmals Lasur und Pinsel zum lasieren von alledem, da die Erste vom Lasieren der Balken und Latten fast komplett alle war (alles muss ja zweimal lasiert werden, damit es Wind und Wetter standhält!).

An einem sonnigen Mittag starteten wir dann mit dem Jugendhaus-Bus zu einem der großen Baumärkte bepackt mit unserer Einkaufsliste und viel Elan und Energie. Im Baumarkt ließen wir uns nach anfänglichen Suchen und Rechnen und Probieren dann von einem der Mitarbeiter dann beraten, um unseren Einkauf nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Nach 1,5 Stunden dann konnten wir mit allen wichtigen Utensilien bepackt losstarten Richtung Kasse und somit ins Jugendhaus. Dort angekommen stellten wir zwar fest, dass wir die kleinen Schrauben zum Festschrauben der Paneele an den Krallen vergessen haben, aber diese konnte einer von uns am Folgetag noch schnell nachkaufen, da er in der Nähe des Baumarktes in seiner Ausbildungsstätte ist. Derweil starteten wir mit dem Lasieren der Dachlatten und der 12 Pakete Paneele. Man, war das viel Holz…3 Tage am Stück lasierten wir bis alles zweimal lasiert war und nun fertig zum Anbau war. Nun regnete es am Folgetag leider, weshalb wir über das Wochenende eine kurze Zwangspause einlegen mussten.

Am darauffolgenden Montag ging es dann bei grauem Oktoberwetter dann weiter…zuerst starteten wir mit den Dachlatten. Diese sägten wir auf die jeweilige Länge (jeweils der Abstand zwischen den Balken) und achteten darauf, dass die Kanten gut aneinander anschließen und nicht überstanden, denn das hätte dazu führen können, dass unsere Endkonstruktion nicht passt. So wurden im Abstand von ca. 50 cm dann jeweils quer die Dachlatten eingezogen und mit den Balken verschraubt. Den einizigen Freiraum ließen wir vorn links, da dieser als Eingang dienen sollte und auch ein Teil unseres Chill-Out-Pavillons offen bleiben muss, um keine Baugenehmigung zu bedürfen geschlossene Räume mit Türen brauchen nämlich eine Baugenehmigung!). Am Dienstag starteten wir dann mit den Paneelen. Die erste brauchte etwas länger zum Anschrauben, da wir eine Sichtschutzpaneele zusätzlich daneben bauten, um unseren Eingang auch richtig toll aussehen zu lassen. Danach ging es relativ schnell. Wir nahmen das Höhenmaß zwischen Dachbalken und Boden, ließen unten etwa 5 cm Raum (wegen Spritzschutz) und sägten uns die Paneele zurecht. Derweil begannen die anderen die fertigen Paneele schon zu montieren. Dazu mussten erst die Krallen an die Paneele gesteckt werden, diese dann an den Dachlatten angeschraubt werden. Fertig Paneele eins. Wir verwendeten drei Krallen pro Paneele um eine optimale Spannung zu gewährleisten, ohne dass die Paneele beim Gegendrücken oder starkem Wind oder einem Ballkontakt (unser Pavillon steht schließlich neben unserer Volleyballwiese) brechen würde. Weiter ging es nun mit den nächsten Paneelen, schnell ging es schon, aber dann an den Eckkanten dauerte es. Die Verbindung an den Kanten zu schaffen war gar nicht so einfach, zumal auch unser Pavillon nicht zu 100% gerade stand, sondern auch etwas Jugendhausgerade, also Winschiefe aufwies. Tag eins der Paneele schafften wir zumindest unsere Front und den Beginn der ersten Seite. Dann wurde es zu dunkel und wir mussten uns eingestehen, dass unsere zweite Seite der Pavillon-Verkleidung leider unfertig auf den nächsten Tag warten musste. Am Mittwoch war dann viel los im Jugendhaus und es wurde viel Ball gespielt, weshalb wir uns ein Päuschen gönnten und mit Fussball und ein wenig Volleyball zockten. Entspannung muss schließlich auch mal sein.

Am Donnerstag dann ging es aber zügig weiter und wir maßen, sägten, lasierten die gesägten Stücke, steckten die Profilkrallen an, schraubten diese an den Dachlatten fest und so ging es Paneele um Paneele auf die nächste Ecke hinzu. Mit der Erfahrung der vorherigen Bautage bastelten wir dieses Mal nicht ganz so lange an der Ecke und schwupps konnte es wieder weitergehen und die lange Rückwand stand an. Noch war der Tag lang und wir legten uns richtig ins Zeug. Kurz bevor es dann dunkel wurde, kamen wir am Ende der Rückwand an und verlegten das Basteln der Ecke auf Freitag. Freitag – der Tag, an dem wir voraussichtlich fertig werden würden…jippieeee

Freitag ist nach unserer Sozialpädagogin Romy ja der Freutag. Und so starteten wir gut gelaunt in den diesen Bautag. Doch die erste Ecke, mit der wir unsere Arbeit vom Vorabend wieder aufnahmen, gestaltete sich sehr schwer. Irgendwie wollte sie nicht so wie wir das wollten. Wir verloren viel Zeit, was aber durch die gute Vorarbeit der anderen Helfer wieder gut gemacht wurde, denn kaum war die Ecke gebaut, konnten wir schnurstracks zum Ende der Seite und somit zum Abschluss kommen. Die letzte Ecke zum Eingang war schneller gemacht als die übrigen, denn nun zeigte sich langsam unsere Problemlösekompetenz 🙂 und schwupp di wupp, waren wir fertig. Wir konnten es zwar gar nicht richtig glauben, aber plötzlich war alles verbaut, alles schien fertig und komplett. Man, ist das ein tolles Gefühl.

Und so sieht er nun aus…unser ganz individueller und ganz eigener Chill-Out-Pavillon mit all seinen Details 🙂

 


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