Torsten Kluge / 21. April 2016

Beim (noch nicht) attraktiven Spielplatz in Oppach

Viel ist noch nicht zu sehen, als wir uns zum Schluss meines Besuchs das Gelände im Oppacher Zentrum ansehen, auf welchem der Spielplatz inklusive Jugendfreizeitecke und Senioren-Wohlfühl-Bänken entstehen soll. Die ehemals da stationierten und maroden Geräte sind schon abtransportiert in der Hoffnung, sie in einer Holz- und Malerwerkstatt wieder aufpeppen zu können.

noch ganz schön leer-reich auf dem zukünftigen Spielplatz Oppach

noch ganz schön leer-reich auf dem zukünftigen Spielplatz Oppach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber ich bin beruhigt, denn in den 2 Stunden zuvor habe ich ganz viel erfahren von den Plänen, die aus den Ideen von Kindern entstanden. Wer könnte das besser rüber bringen als die Jungen und Mädchen selbst, die sich hinter das Projekt schon seit einem Jahr klemmen und dafür sogar einen eigenen Kinderrat gegründet haben. Der trifft sich mindestens einmal monatlich in den Räumen des Rathauses und erfährt ganz viel Unterstützung von Schulen, Stadträten, Bürgermeisterin, Initiativen, Vereinen und Handwerkern. Das zeigte sich nicht zuletzt in einer Weihnachtsspendenaktion, bei der Beträge im 4-stelligen Bereich zusammen kamen und bei der die Anonymität des größten Spenders davon zeugt, dass es den Menschen hier um mehr geht als um Aufmerksamkeit für sich selbst. Es geht um ein lebendiges Miteinander im Ort.

So ein Großprojekt geht nur zusammen :-)

So ein Großprojekt geht nur zusammen 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Stolz berichtet die Gruppe von dem gerade wunschgerecht entworfenen Plan – ein Architekt hat mit den Kids des Öfteren gesessen und jeden einzelnen Punkt akribisch „verzeichnet“. Ganz schnell und ohne erwachsene Hilfe wird die Umsetzung, auf die sich alle schon freuen, dann aber nicht gehen können. Zu viele Dinge zu beachten, zu viele Genehmigungen einzuholen, zu viele Sicherheitsstandards, die nur die Älteren kennen. Und schließlich auch ganz schön viel Geld, was man da in die Hand nehmen muss (auch so würden das nur die Erwachsenen sagen). Bis zum Herbst soll der Spielplatzteil sichtbar und nutzbar werden, bei dem die Grund- und Oberschüler definitiv fest mit anpacken können. Sie wollen zudem viele Nachbarn, Verwandte und Bekannte mobilisieren, um das in Arbeitswochenenden zu stemmen. Es soll ein Bolzplatz entstehen mit einer Ecke, wo sich Jugendliche treffen können und mit Hecken und Blumenbeeten – es wird also bunt auf der jetzt noch tristen Fläche. Blumen und Hecken kommen vom Gärtner berichtet man mir und den Untergrund transportiert der Bauhof. Ich hab jetzt schon wieder vergessen wie viele Schubkarrenladungen dafür notwendig sind, Massen waren es in jedem Fall ;-).

Wer zum ersten Arbeitswochenende erscheint, hat Handschuh- und Schaufel-Pflicht. Laut dem Kinderrat soll es niemanden geben, der einfach die ganze Zeit nur herumsteht. Ich werde mich also auf Arbeitskleidung einstellen müssen, wenn ich es zu diesem Einsatz mit einem Besuch schaffen sollte. Da halt ich mich doch voll an die Anweisungen der kleinen „Planungschefs“ und das … GERN :-)))

Euer Torsten