Chill-Out-Pavillon / 6. November 2013

Das Ende naht...

Ach, wie ist das schön, langsam etwas Wirkliches, etwas Greifbares an unserem Bauwerk zu haben, an dem nicht nur wir sahen, wieviel Arbeit da wirklich drin steckte….es war toll…anfangs etwas schief, aber toll….wir nannten es „Jugendhausgerade“ hi hi

Wie ging es nun weiter? Nun ja, die ersten Balken steckten vorn mit einer Höhe von 2,30m in den Einschlaghülsen und hinten mit 2,25m in den Einschlaghülsen. Sicherlich fragt ihr euch jetzt: wieso zwei unterschiedliche Höhen? Tja, das mussten wir auch erst lernen, denn nachdem wir alle Balken auf 2,30m gebracht hatten, alles lasiert hatten und fertig zum Einbau war, machte uns ein älterer Besucher des Jugendhauses auf unseren Fehler aufmerksam. Denn ohne ein gewisses Gefälle, würde unser Dach von zuviel Regen oder gar Schnee im Winter zusammenbrechen. Ob 5 cm reichen? Dafür fragten wir sowohl bei einer Baufirma an als auch bei befreundeten älteren Jugendlichen, die selbst auf dem Bau arbeiteten und welche uns dies bestätigten. Gesagt, getan. 5 cm Gefälle wurden eingebaut. Dann wurden die vorderen mit den jeweils hinteren Balken mit einem Zwischenbalken auf 2 m Länge verbunden. Dieses Konstrukt wurde dann abermals mit einem 4m langen Balken verbunden, dieses Mal aber für quer, das heißt: alle vorderen Balken wurden miteinander verbunden und alle hinteren Balken ebenso. Nun sah es schon fast aus wie ein Haus. 🙂

 

Die Tage darauf waren gezeichnet von vielem sägen und sägen und messen und lasieren und wieder sägen. Es nahm kein Ende. Doch die Balken brauchten ihre Stützbalken und diese musten gemäß unseres Bauwerkes an jeder Verbindung oben angehalten, angezeichnet, gesägt auf beiden Seiten und lasiert werden, bevor sie angeschraubt wurden. Klingt jetzt sehr kompliziert, was es aber auch war. Aber nötig ist es auf alle Fälle, damit unser Pavillon sich auch tragen würde und nicht über uns einstürzen konnte. Außerdem hätten wir uns niemals auf das Dach hoch gewagt um die Dachlatten anzubringen, wären nicht die Stützbalken schon montiert gewesen. Diese brachten nämlich auch einiges an Stabilität in die Sache.

Wackelig ging es trotzdem noch zu…waren unsere Balken, unsere Dachkonstruktion und die Stützbalken zwar verschraubt, so steckten unsere ersten Balken ja noch lose in den Einschlaghülsen, damit sie sich noch bewegen konnten. Aber Angst kannten wir keine uns so kletterten wir mithilfe von Leitern hoch aufs Dach und montierten die ersten Dachlatten. Dabei starteten wir mit den beiden Äußersten, welche wir dann mit einer Schnur verbanden, um alle folgenden Dachlatten ja auch auf derselben Höhe zu montieren. Ohne diese hätte die Konstruktion bestimmt vorn und hinten gesägt werden müssen, aber so legten wir hinten an unsere Schnur die Dachlatten an, schraubten sie fest und mussten diese dann nur zum Schluss (nach der Befestigung der Bitumen-Wellpappe) vorn auf eine Länge absägen.

 

Die Bitumen-Wellpappe war dann für uns der letzte Schritt auf dem Dach. Die Wellpappe mussten bahnenweise verlegt werden, so dass immer mindestens 2 oder 3 Bahnen sich gegenseitig überlappten. Dazu wurde darunter dann jeweils unter die Wölbung ein Abstandhalter geklemmt und dieser mit speziell dafür vorgesehenen Schrauben befestigt. Das Ganzen dauerte dann noch einen Tag und unser Pavillon nahm Gestalt an.

Das Dach war fertig und mit der Beendigung des Daches kamen die ersten Regenwolken und setzten mit starken Schauern unser Pavillon-Dach einer ersten Probe aus. Wird alles halten? Ist alles dicht? Haben wir sauber gearbeitet oder müssen wir nachbessern?

Das waren Fragen, die wir uns da stellten und welche uns ein paar Tage später beantwortet worden….


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