4. Dezember 2019

Der Dohnaer Markt wird upgecycelt!!!

Wie??? Der ist doch schick!!!

Okay. Ich denke, ich formuliere meine Aussage noch einmal um. Etwas korrekter:

„AM Dohnaer Markt wird upgecycelt!!!“. Und das stimmt nun aber auf jeden Fall und weißt direkten Weges auf einen alten Gastronomie-Raum hin, der jetzt Obdach für den Jugendclub Dohna ist. Was hat der jetzt damit zu tun?

Da hole ich einmal etwas weiter aus und lande in einer Ideenkonferenz im Jahr 2018. Jugendliche sammelten dort, was es an Veränderung im Ort geben sollte, damit junge Menschen sich hier aufgehoben fühlen. Und jugendliche Frauen und Männer waren es dann auch, die für ihre Priorität Eins kämpften – einen Jugendraum im Zentrum der Kommune. Geduld und Durchhaltevermögen zahlten sich hier aus und so kam das private Angebot, den leerstehenden Geschäftsraum für Jugendliche auf zu hübschen. Das Schönste an der Sache: die Stadtverwaltung unterstützt ihre Jugend, auch wenn es sich hier um kein öffentliches Objekt handelt, sodass anfallende Betriebskosten für die jungen Enthusiasten erschwinglich bleiben.

Und das Außergewöhnlichste: neben den noch zur Schule gehenden Jugendlichen gibt es auch das fitte Dreiergespann von Studentinnen und Studenten aus dem Ort, die zusätzlich Impulse in ihre alte Heimat bringen. Es geht also, die Großstadt Dresden als Lernort auszuwählen und auf der anderen Seite den Bezug zum Heimat- und Hauptwohnort nicht zu verlieren. Und das heißt auch, dass sich die kreativen Impulse verdoppeln!

Nun sind wir beim Upcycling 🙂 und einem Teil des Dohnaer Projektes, welches durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Sachsen gefördert wurde. Die Jugendlichen wollten nämlich nicht nur Einrichtungsgegenstände zum Auftunen des neuen Jugendclubs einkaufen, sondern selbst so viel wie möglich gestalten. So stehen jetzt Regale, Bar, Sitz- und Ablageflächen im Club, die sonst als Abfall in der eh schon zu „zugemüllten“ Welt gelandet wären. Klar ist es Arbeit, Altes neu aufzuarbeiten und klar hat das dann „viel zu lange“ gedauert ;-). Aber es hat sich im doppelten Sinne gelohnt!

Nun ist es an uns, dem JC Dohna die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die er sich erkämpft hat. „Uns“, das heißt:

*die Erwachsenen, die jedem Jugendtreff eine Chance und Unterstützung einräumen sollten, der so eigeninitiativ und mit Heimatliebe Freiräume lebt.

*die Dohnaer Jugendlichen, die den JC jetzt nutzen und selbst aktiv werden sollten. Das geht natürlich nur mit einer Portion Verantwortung, mit einem Happen Gemeinsinn und vielen Tropfen Engagement. Von diesem Schlag gibt es ja schon eine kleine Truppe – und die hat euch gerade einen adretten Club hergerichtet ;-).

Viele Grüße nach Dohna von

Eurem Torsten