Torsten Kluge / 2. November 2018

Der Turbo ist gezündet!

 

 

 

 

 

 

 

 

Als ich  bei den Pulsnitzern letzte Woche an die Tür klopfte, hatte ich schon einen gefühlten „Graffitiwand-Wald“ durchschritten.

Hier noch ein paar Impressionen:

Aber das, so wird mir gleich vom neu gewählten Orga-Team erklärt, ist nur das aktuellste und sichtbarste Zeichen dafür, dass sich im letzten halben Jahr so einiges getan hat am und vor allem auch im Jugendtreff Pulsnitz. Nachdem der Gebäudeteil in der Goethestraße über Jahre nur eine punktuelle Nutzung erfuhr, ist jetzt so viel Leben in die Räume eingezogen, dass die bis zu 20 Jungen und Mädchen nun versuchen den Treff an 6 Tagen in der Woche offen zu halten. Bis vor kurzem war das nur 1 Tag. Ganz ohne Erwachsene geht das nicht, da alle Jugendlichen noch unter 18 sind. Damit liegt Pulsnitz im Trend der U18-Treffs, welche kreative Lösungen brauchen, damit Jugendliche freie Gestaltungsmöglichkeiten haben und trotzdem so abgesichert sind, dass es nicht der Kommune oder den Eltern „auf die Füße fällt“. Daher berichten auch die zwei Ü18-Begleiter Tom und Jens mit viel Stolz, dass genau dieser Punkt in Pulsnitz super funktioniert.

Aber nun mal zu „Hoch vom Sofa“ … naja eigentlich ist es ja eher ein „Wohlfühlen mit Sofa“. Denn das steht in doppelter Ausführung imposant im größten Raum des Treffs und „beherbergt“ bei meiner Stippvisite tatsächlich 10 junge Leute, zumeist neue Gäste. Die alten Hasen, zu denen Georg, Tim und Joey gehören, bewiesen erst einmal Gastfreundschaft und ließen sich nicht von ihren Freunden und Bekannten ablenken, als sie mir einen Rückblick auf die letzten Monate gaben:

Da war als erstes die Bar dran, die mit Paletten und ganz viel Holz mittlerweile so gestaltet ist, dass auch der Vorraum  sein Highlight aufzuweisen hat.

 

 

 

 

 

 

 

Im Sommer ist ja wenig Zeit, da Ferienzeit auch Urlaubszeit ist und einige der Jugendlichen mehr mit dem Ausbildungsbeginn beschäftigt waren. Aber wenn der Turbo einmal „angeschmissen“ ist, gehen ein neu gedecktes Dach für den Schuppen, Palettenmöbel vorm Haus oder frisch gestrichene Wände in allen Räumen (dazu noch mit Graffiti-Phantasiewelten angereichert) auch da fast wie von selbst. Man merkt, dass nicht nur ein paar helfende Hände am Start waren – ein gutes Gefühl, denn nichts wäre schlimmer als wenn man mit einer coolen Projektidee allein da stehen würde. Herauszuheben aus der Schar der „Mitmacher“ sind hier die beiden Graffiti-Spezis Tim und Daniel, welche eigentlich gar nicht zum Treff gehören, aber für ihre Kunst in Pulsnitz was losmachen möchten. Da passt eine Zusammenarbeit, die mittlerweile ja mit den praktischen Probewänden vorm Haus optimal weitergehen kann.

Das Orga-Team des Jugendtreffs um Georg, Joey und Justin hält „den Laden“ auch zukünftig zusammen. Denn Pläne gibt’s genug – auch schon sehr konkrete:

Zum Pulsnitzer Nikolausmarkt öffnet der Jugendtreff schon traditionell seine Pforten. Ein Kicker und ein Darts sollen noch angeschafft werden und auch die LED-Beleuchtung wird in den nächsten Tagen komplettiert. Da es mit Platz nun allmählich eng wird, sind Garderobe und Fahrrad-Überdachung weitere notwendige Schritte. Aber bei dem Höllentempo, welches die jungen Pulsnitzer vorlegen, scheint mir ist das alles schon „gestern“ erledigt 😉

Letztendlich bekomme ich an diesem inhaltsreichen Abend noch eine niegelnagelneue Mitgliedskarte als Anschauungsobjekt in die Hand gereicht. Die Jungs und Mädels, die selbige einstecken haben, können nun mit Stolz sagen: wir sind (vom) Jugendtreff Pulsnitz!

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter so!

Euer Torsten

 

 

 

 

 


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