Georg Spindler / 12. Dezember 2017

Dieser schöne, neue Raum hat mich einfach umgehauen!

Es ist eine herrliche Fahrt nach Nassau, zu jeder Jahreszeit. Diesmal ist es kalt, fast schon richtiger Winter und die ersten Schneeflocken lassen nicht mehr lange auf sich warten. Aber der kleine Fluss an dem ich entlang fahre, hat noch Hitze. Er dampft und Nebel verfängt sich zwischen den knorrigen Weiden am Ufer. Huch! Hab ich das gerade gesagt? Die Gegend scheint irgendwie zu inspirieren, nicht nur mich, sondern auch die Leute von der jungen Gemeinde. Lange haben sie an ihrem Raum gebaut, ich bin gespannt, wie er jetzt aussieht. Wir gehen die alte Holztreppe hoch, ich muss aufpassen, dass ich mir nicht an einem Deckenbalken den Kopf stoße. Alles ist recht niedrig und verwinkelt und dann macht jemand vor mir die Tür auf und es ist wie ein Wunder, was sich da vor meinen Augen ausbreitet. Ich hab ja den Ausgangszustand damals gesehen, das gibt es doch nicht! Geblendet vom hellen Glanz dieses nigelnagelneuen Raumes muss ich die Augen schließen und mich zum nahe gelegenen Sofa führen lassen. Dort hocke ich mich erst einmal verdattert nieder. Also das Sofa ist auch absolut gemütlich und ja danke, ich könnte mich auch hinlegen, aber nein Moment mal, ich möchte erst alle vorhanden Sitzecken- und -gelegenheiten ausprobieren, jetzt wo ich wieder einigermaßen bei Besinnung bin und den Raum aus allen Winkeln betrachten und auf mich wirken lassen. Er ist verdammt groß geworden nach dem Umbau und genau die richtige Kombination aus rustikal und schick. Was? Und das habt ihr alles gemacht? Wie zum Beweis werfen sie den Beamer an und zeigen mir die Baustellenfotos. Ich bekomme einen Tee serviert, es herrscht eine ausgelassene Stimmung beim Anschauen der Fotos, die ganzen Highlights… Ich merke, dass der Plan voll aufgegangen ist: dieser Raum wird das perfektes Winterquartier für die Film- und Kulturscheunenbesucher. Die Arbeit hat sich gelohnt.