Torsten Kluge / 13. April 2016

Graffiti bewegt Jugend in Göda

Wer suchet, der findet!

Eine Runde rum um die Grundschule, aber dann hatte ich doch den richtigen Treffpunkt gefunden. Drei von der Gödaer „GRAFFITI 02633“ – Gruppe waren auch schon da. Nach und nach gesellten sich weitere dazu. Es war noch viel Betrieb hier so zum Ende des Schultages, als ich am letzten Donnerstag meinen ersten Vor-Ort-Besuch antrat. Aber schließlich war es nicht schwer die „Hoch vom Sofa“-Enthusiasten auszumachen (einige Zentimeter größer, ohne Schulrucksack und vereinzelt mit Freizeit-Accessoires wie Longboard ;-)). Die meisten in unserer Runde hatten sich ja auch schon zum Kick off in Dresden gesehen und waren sich deshalb nicht völlig unbekannt. Völlig neu war mir dagegen, dass es eine Grundschule gibt, die weit aus mehr zu bieten hat als „nur“ unterrichtsrelevante Räume. Hier passiert einiges mehr und es haben sich neben Bibliothek und Ärztin auch Vereine einen Platz erobert.

Eine Viertelstunde später saßen wir auch schon in einem der Schul-Räume, die die Jugendfeuerwehr aktuell nutzt. „Da geht vieles schon zusammen“, bestätigten die jugendlichen Gödaer sowie deren erwachsenes Beratungsduo, welches unsere Runde komplettierte. Zum Beispiel der gerade fertiggestellte Beachvolleyball-Platz nahe der Schule – ein ehrenamtliches Gemeinschaftsprodukt von Jung und Alt im Ort.

Im letzten Jahr entstand die Idee mit der Graffiti-Aktion, so erzählten sie weiter, im Rahmen eines anderen Programmes, welches sich „Jugend bewegt Kommune“ nennt und bei dem sich die Gruppe schon das erste Mal mit den mobilen Jugendarbeitern des Valtenbergwichtel e.V. zusammen tat. Auch dort ging es schon um jugendliche Ideen für den Heimatort.

Graffiti?

Ja Graffiti! Im letzten Herbst gab es einen Workshop am Steinhaus Bautzen. Ganz viele Gödaer Jungen und Mädchen waren dort dabei und es war einfach mal eine richtig schöne und kreative Abwechslung, die Lust gemacht hat auf mehr. Warum gibt es das nicht in Göda? 12 der damals weit über 30 Teilnehmer fanden eine Antwort. „Das gibt es noch nicht!“ – denn nun kommt „Hoch vom Sofa“ :-)!

Wo und wie geht das denn?

Das sind jetzt die Fragen, die anstehen, nachdem die Jugendjury die Förderung für das Gödaer Projekt bewilligt hat. „Am liebsten wäre uns eine Art Übungswand in unmittelbarer Nähe der Jugendclubs, bei der man sich Jugendliche ausprobieren können. Noch lieber natürlich mit den Jugendclubs zusammen. Aber das müssen wir mit den JC-Mitgliedern erst noch bereden“, meint  Jessica. Wenn es um die Planung der Treffen geht, ist sie „Dreh- und Angelpunkt“. Die Infos laufen über die Whats App -Gruppe …dank der modernen Technik reibungslos und in Sekundenschnelle ;-).

Mit dem Bürgermeister wurde schon gesprochen und Unterstützung gab es ganz unerwartet auch schon von der Agrar-Union. Die haben direkt an der B6 eine ganz lange Mauer – gut einsehbar auch für Autofahrer und Wanderer. Die kann GRAFFITI 02633 so oder so schon einmal frei zum Sprühen nutzen, egal ob das bei den JC´s klappt oder nicht. Also gute Aussichten, dass das Projekt im August so steht, um es mit einem schönen Eröffnungs-Event mit Leben zu füllen. Bis dahin wird’s handwerklich und da sind dann ausnahmslos alle mit am Start…

So bunt wie der Schuppen im Hintergrund sollen auch andere Stellen in Göda leuchten

So bunt wie der Schuppen im Hintergrund sollen auch andere Stellen in Göda leuchten

 

 

 

 

 

 

 

 

Läuft!

Und ich freue mich auf das Ergebnis im Herbst!

Euer  Torsten