Torsten Kluge / 16. September 2015

Jeder anders - alle gemeinsam!

Da ist schon ordentliches Gewusel, wenn die 20, 30, manchmal sogar 40 Kinder und Jugendlichen sich Freitag abends in der Schiebock-Passage treffen. Mittlerweile ist der große Raum im Bischofswerdaer Stadtteil Süd ja auch schon feste Anlaufstation und gesetzter Treff speziell für diejenigen, die gerade neu in der Stadt angekommen sind. Und etwas schüchtern sitzt das ca. 15-jährige Mädchen aus Albanien in der Ecke und schaut dem bunten Treiben der anderen zu. Sie ist die „Neueste“ unter den Besuchern im „Mosaik der Wünsche“  und das erste Mal da. Schnell nimmt sich ein anderes Mädchen der Sache, übersetzt fleißig für den neugierigen Gast und motiviert dazu mitzumachen. „So läuft das hier“, meint Anna, die erwachsene Begleiterin vom MOSAIKA e.V., „am Anfang sind alle schüchtern, aber innerhalb von 3 bis 4 Wochen tauen die meisten auf und finden ihren Platz bei den „junge Wilden“;-)“.

Aufregung vorm Finale in Dresden

Dann übernimmt sie schnell die improvisierte Rolle als „Chorleiterin“, denn es wird fleißig geprobt fürs Finale von „Hoch vom Sofa“ in Dresden. Ein selbst geschriebenes Lied steht im Mittelpunkt, welches sehr gut den Charakter der Gruppe widerspiegeln wird. Und selbst wenn in der Aufregung am 26. September nicht alles glatt gehen sollte, zählt das hier ja in erster Linie.

Zwei Mikros sind beim Proben im Dauerbetrieb und werden auch gern mal zweckentfremdet ;-): Lustige Sprüche, Kichern  oder vielsprachige Wortfetzen schallen durch den Raum, bis die Musik von Laptop und Mischpult einsetzt. Auch für deren Funktion gibt es einen jugendlichen Verantwortlichen, der sich in seiner zentralen Rolle sichtlich wohl fühlt.IMG_3105 IMG_3106

Wenig Zeit – zu wenig Zeit?

Die zwei Stunden vergehen wie im Fluge, was man schnell daran merkt, dass sich die Eltern langsam von draußen in den Raum trauen, um ihre Schützlinge abzuholen. Die Älteren bleiben länger und basteln fleißig am neuen Programm-Equipment – da gibt’s viel zu sägen und zu schneiden, jeder so gut sie/er es kann. Was gebastelt wurde, verrat ich nicht 🙂 – lasst euch einfach in Dresden überraschen!

Fertig geworden sind wir nicht – ich sage mal wir, denn ich wurde natürlich von der ersten Minute voll mit eingespannt – irgendwie scheint hier keine/r untätig rumsitzen zu wollen … und zu dürfen :-))). Innerhalb von Minuten schafft es die Truppe, in den Bann zu ziehen und auch die Zurückhaltendsten  vergessen schnell, dass sie ja eigentlich nur zuschauen wollten und haben selbstvergessen Spaß z.B. an neuen Tanzchoreografien. Es ist halt von allem was dabei – menschlich wie inhaltlich und ich habe das Gefühl, dass es genau das ausmacht.

Am Ende bleibt wenig Zeit, um an die anstehenden Events zu denken. Da ist nächste Woche ein Treffen bei „Bürger.Macht.Ideen“ (eine Ehrenamtswoche in der Stadt) und ab Ende September die Interkulturelle Woche. Da treten die Mädchen und Jungen sogar in der Aula des Gymnasiums auf! Doch das sehen die meisten noch völlig locker. Hauptsache, es ist was los und alle können mitmachen – gemeinsam … denn das macht stark und selbstbewusst :-).

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Bis bald in Dresden!

Euer Torsten