Fabiane Rohr / 6. Juli 2015

Journal is Mus(s) - Erster Projektbesuch beim Jugendmagazin für Radebeul

Vier Mädchen, eine Mission – ein Jugendmagazin für Radebeul entwickeln. Um zu erfahren, wie weit die Mädels mit ihrem Projekt sind, bin ich in der vorletzten Schulwoche zu ihnen gefahren.

Drei von vier Schülerinnen der 6. Klasse an der Oberschule Radebeul-Mitte nahmen mich herzlich in Empfang, als ich über den toll bepflanzten Schulhof lief. Sie führten mich zum hinteren Schulgebäude – einem flachen DDR-Plattenbau – wo sie sich regelmäßig mit ihrer Kompetenzentwicklerin Maria treffen. Sie hilft ihnen bei der Projektumsetzung und hat als Sachgebietsleiterin für Jugendfreizeit über die Stadtverwaltung Radebeul, Amt für Bildung, Jugend und Soziales den Antrag bei Hoch vom Sofa gestellt.

Julie, Julia und Sophie mit ihrer Kompetenzentwicklerin Hoch vom Sofa beim Pläne schmieden, wie es im Projekt weiter geht.

Julie, Julia und Sophie mit ihrer Kompetenzentwicklerin Maria beim Pläne schmieden, wie es im Projekt weiter geht.

Zunächst wollte ich wissen, wie der Stand der Dinge ist, womit die Mädchen aktuell beschäftigt sind, welche Aufgaben und Meilensteine gerade dran sind und welche Hürden es momentan gibt, die sie in der Projektumsetzung hemmen.

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Von der Gliederung zum fertigen Magazin – dazwischen steckt ’ne ganze Menge Arbeit!

Sie zeigten mir ihre Gliederung und erzählten, dass sie in den letzten Wochen geübt haben, wie man Interviews führt. Denn Hauptinhalt des Jugendmagazins sollen professionelle Portraits von und über Jugendliche in Radebeul sein. „Wir wollen außergewöhnliche Jugendliche kennen lernen, die uns ihre Plätze in Radebeul zeigen“, erklären mir Julie, Julia und Sophie. Ziel des Projekts ist auch zu zeigen, was alles in Radebeul an Aktivitäten möglich ist und was junge Leute dort auf die Beine stellen – egal ob im Sport- oder Musikbereich.

Daher wollen sie z.B. einen ihrer Schulfreunde interviewen der Skater ist, oder ein Mädchen aus Radebeul, das im Fechten große Erfolge feiert. Eine tolle Sängerin ist auch dabei. Die Interviews wollen sie in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien führen.

Die Ziele des Projekts.

Die Ziele des Projekts.

In Anbetracht dessen, dass ja schon die Sommerferien vor der Tür stehen und nur noch wenig Zeit für die gemeinsame Entwicklung des Jugendmagazins bleibt, gerieten die Mädels ganz schön ins Schwitzen. „Wir konnten uns nicht jede Woche treffen und immer kam etwas bei einer von uns dazwischen“, klagten sie. Aber um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, überlegten sie sich gemeinsam mit Maria einen Schlachtplan, wie sie bis zum großen Hoch vom Sofa Finale am 26. September das fertige Jugendmagazin frisch gedruckt in ihren Händen halten können.

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Kurzer Schlachtplan für die nächsten Projektschritte, damit zur Deadline am 1. September das Magazin gedruckt ist.

Bis 1. September ist die Deadline – bis dahin wollen sie das Jugendmagazin gedruckt haben. Was noch fehlt ist eine klare Zusage vom örtlichen Druckservice. „Er braucht noch genaue Angaben wie viel wir drucken wollen und in welchem Format“, wirft eine der Projektteilnehmerinnen ein. „Und wie man das mit dem Layout macht, wissen wir auch noch nicht“, gesteht Maria. „Aber da frage ich einen befreundeten Grafiker, der uns das zeigen und dabei unterstützen kann.“

In den Ferien werden sich die Mädels weiterhin bemühen gemeinsame Termine und Zeit zu finden, um an dem Magazin weiter zu arbeiten. Ich drücke die Daumen, dass sie neben den Interviews auch coole Fotos und Comics bekommen, um das Heft schöner zu gestalten. Denn es soll ja den Jugendlichen in Radebeul gefallen und ihnen nützlich sein.

Die Mädels träumen jetzt schon davon, noch weitere Ausgaben des Jugendmagazins zu produzieren. Ich bin erst mal gespannt auf die erste Ausgabe.

Tschakka, ihr schafft das!

 


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