Torsten Kluge / 21. Dezember 2018

"Najlĕpši serbski klub!"

… das wollen die Jungs und Mädchen aus Horka zumindest einmal sein und haben einen Endspurt hingelegt beim Beschaffen eines Containers für den neuen Jugendclub des kleinen Dorfes. Zwei Monate Zeit blieb der Gruppe von ca. 10 Jugendlichen, um ihr Projekt in die Tat umzusetzen . Das ist nicht nur sportlich, sondern fast wie ein „Goldener Wurf“ beim Basketball – also wenn man den Ball von gefühlten 50 Metern in den Korb versenkt. Oder wenn man das Double Bull beim Darts (natürlich „Steel“ ;-)) mit allen drei Pfeilen trifft. Dass das die beiden ersten Spielgeräte am und im Club sind, ist natürlich nur Zufall :-).

Eins steht fest: der Doppelcontainer – geräumig, noch spärlich beleuchtet („aber das wird noch diesen Winter mit dem Licht“) und in top Lage, gleich neben Sportlerheim und sorbischer Gaststätte.

 

 

 

 

 

 

 

 

…auch wenns dunkel war bei meinem Kurzbesuch, lässt sich erahnen, dass man sich hier sehr wohl fühlen kann. Offen für alle Horkaer soll das Objekt sein und wird sicher auch die Jugendlichen aus umliegenden Orten anziehen! Das nächste Mal in kleiner Runde zu Silvester.

Bis dahin und den ganzen Winter lang werden fleißige Hände am Dach basteln, Kabel verlegen oder weiteres Mobiliar (bald auch mit Bar) im Raum platzieren.

Derzeit stehen schon geschenkte Sofa, ein Tisch und ein kleines Regal zur Verfügung, auf dem es sich am Dienstag Franz, Leonie, Julian, Georg, Clemens und Gustav gemütlich gemacht haben. Sie wissen, was sie an ihrem neuen Club haben und werden sicher dafür sorgen, dass er nächstes Jahr ein Schmuckstück von Jugendclub in der Gemeinde Crostwitz wird.

Dass sie das hätten nicht allein geschafft, wissen sie natürlich auch: neben der Förderung durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Sachsen hat auch der Bürgermeister großen Anteil und unterstützt das Vorhaben sogar mit einem jährlichen Zuschuss, um die Betriebskosten nicht zu sehr auf den Schultern der jungen Einwohner lasten zu lassen. Der Sportverein hat sich bereit erklärt, die benachbarten Sanitäreinrichtungen und den Stromanschluss gemeinsam zu nutzen und die Eltern der Jugendlichen stehen bei jeglichen Arbeitseinsätzen beratend zur Seite. „Last but not least“ gibt es da noch die hoch engagierte Jugendarbeiterin Marija von WITAJ im Hintergrund, welche den Stein erst richtig ins Rollen gebracht hat und in letzter Sekunde den entscheidenden Kontakt zu einer Kamenzer Firma herstellte, um günstig an einen ausgedienten Container zu kommen. Wenn das mal kein klasse Unterstützer-Netzwerk ist! Irgendwie begegnet mir so etwas immer im sorbischen Raum: Zusammenhalt wird dort groß geschrieben und so gibt’s kein „Geht nicht“.

 

Beeindruckt wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit!

 

Euer Torsten