Torsten Kluge / 4. Juni 2015

Nicht: "Mal einfach so!"

Viele Ideen in Kodersdorf brauchen einen Plan!

Am 29. Mai hatte ich das Vergnügen, mein Auto einmal in den Landkreis Görlitz zu lenken. Und auch wenn das ein oder andere Angebot für junge Menschen hier fehlt: schick sind die Dörfer nördlich und südlich von der A4 allemal. Auch Kodersdorf ist eine Region mit Herz – das spürt man, auch wenn man noch nie hier war.

Schritt 1 für mich: Orientierung!

Treffpunkt

Treffpunkt

Hinter einer adretten Eigenheimsiedlung schlägt sich mein Navi zur Oberschule Kodersdorf durch. „Geschafft“, denke ich und schaue mich an allen Ecken des Gebäudes mit angrenzendem Schulclub, neuer Turnhalle und großem Pausenhof-Sportplatz-Komplex um. Doch nicht geschafft, weil von den „In Action“-Jugendlichen keine Spur. Nach einem Telefonat mit dem Projektträger in Rothenburg wird mir klar, dass der Treff 50m vom Schulgelände entfernt in einem etwas sanierungsbedürftigen Flachbau stattfindet. Da steht so was wie „Seniorenhilfe“ dran. Kanns nicht sein, denke ich, finde aber ein zweites Schild, welches auf eine Kompetenzberatungsstelle für Jugendliche hinweist. Und da bin ich endlich richtig. Es tut mir etwas leid, dass die vier Mädchen und Jungen warten mussten, denn sie waren auf eine meiner ersten Nachfragen extra wegen mir nach der Schule noch geblieben. Und nicht alle des 7-köpfigen jugendlichen Organisationsteams von „Kodersdorf in Action!“ kommen auch direkt aus dem Ort.

Schritt 2: Kennen lernen!

Runder Tisch

Runder Tisch

Immer spannend ist es, neue Leute kennen zu lernen und nach einer kurzen Vorstellung meiner Person interessierte mich brennend, wer hinter der umfangreichen Projektidee steckt, welche im September auf dem benachbarten Schulgelände stattfinden soll. „Wir kennen uns von der Schule – und finden, dass hier etwas passieren muss für Kinder und Jugendliche, eigentlich für alle“, meinen die 13- bis 15-Jährigen einstimmig. Zu selten hat man am Wochenende ein Event, maximal die Kirmes im Herbst. Für alles andere muss man weiter fahren, z.B. nach Görlitz. Einsiedel  mit seinem abenteuerlichen Spielgelände kostet halt viel Geld. Die Mädchen und Jungen wollen etwas in ihrem Heimatort – und Beispiele, zumindest einmal einen Tag oder eine Woche „Unterhaltung und Spaß“ zu finden gibt es schon: „BAFF sein“ hieß eines, vom Schulclub organisiert. So in der Form wünschen sich die Jugendlichen ein neues Highlight.

Das Eis ist schnell gebrochen und die Teenager weisen mich nebst ihrer erwachsenen Projektbegleiterinnen vom Diakoniewerk in ihre kreativen und sehr umfangreichen Planungen ein.

Schritt 3: Plan vom Plan bekommen!

Es soll ganz viel passieren: Mister X spielen, Tombola, Grillen, Juggern (Näheres könnt ihr im allwissenden I-Net finden ;-)), Yoga, Disko, … doch zuerst gilt es, das Gelände zu bekommen  – das Thema „Schule und Versicherungen“ kennen sicher viele – und Partner finden. Den Rest des Treffens verbringen wir nämlich damit zu schauen, wer denn in Frage kommt, bei der Ausrichtung eines solchen Festes (nicht nur für Schüler, auch für Familien) mit zu helfen. Schulclubleitung ist da ein Stichwort (die haben Erfahrungen), Schülerrat (die sind eh engagiert) oder Jugendfeuerwehr (die haben Zelte und technische Voraussetzungen) wären eine Option. Lehrer und Eltern lassen sich bestimmt zum Teil auch überzeugen. Letztendlich kommt auch noch der Bekannte mit DJ-Erfahrungen ins Spiel und ner Musikanlage (die ist in der Schule nämlich gerade kaputt). Viel zu organisieren – und das bei einem Abstimmungstreffen pro Woche. Aber die Mädchen und Jungen lassen sich auf keinen Fall entmutigen und wollen sogar in den Ferien fleißig am Projekt arbeiten. Vielleicht geht nicht alles, aber Juggern, Disko und Grillen sind gesetzt und werden auf jeden Fall stattfinden.

Schritt 4: Gelände checken!

IMG_2422

Nachdem wir uns ein nächstes Treffen noch im Juni ausgemacht haben, geht’s dann noch einmal aufs „Festgelände in spe“. Der ausbaufähige Schulteich muss warten (vielleicht im nächsten Jahr;-)). Fürs „Kodersdorf in Action!“ gibt’s in jedem Fall viel Platz und für die bewegten Spiele auch ne Schlechtwettervariante mit der Sporthalle.

Hach – ich habe das Gefühl, das wird was … der Schulleiter würde echt was verpassen, wenn nicht ;-)!

Bis bald!

Euer Torsten