Edda Laux / 12. April 2013

Wittichenau - so konnte ein Projekt aus dem Jahr 2010 einem aus dem Jahr 2012 helfen

Die mobile Jugendwerkstatt von 2010 half zwei Jahre später bei dem Bau einer Funsportanlage. Wir haben bei den Wittichenauer Pfadfindern mal  nachgefragt:

Was ist durch das Projekt HandWERK – die Jugendwerkstatt Neues entstanden?

Durch das Projekt haben wir eine großartige mobile Jugendwerkstatt geschaffen, die vielfältige Möglichkeiten für Aktivitäten bietet. Sie bereichert die Gestaltung der wöchentlichen Gruppenstunden unserer vier Pfadfindergruppen. Denn jetzt können sie ohne immerfort Papas Werkzeug leihen zu müssen ganz unkompliziert Bastel- und Werkarbeiten durchführen. Zum Wittichenauer Weihnachtsmarkt und zum Schulfest konnten wir erste handwerkliche Workshops im Werkstattwagen anbieten. Sie fanden großen Anklang und ermutigen uns ähnliche Angebote vorzubereiten. Durch die Möglichkeiten, die uns unser Werkstattwagen bietet, konnten wir den Ausbau unseres Pfadfinderlagerplatzes in Saalau weit voranbringen. Gemeinsam mit unseren Vätern richteten wir Sanitäranlagen und zwei Gruppenräume ein. Dabei konnten die Jugendlichen sich bei den Zimmerer-, Maler-, Klempner-, Elektriker- und Tischlerarbeiten ausprobieren.


Was ist von eurem Projekt heute noch da?

An unserer mobilen Jugendwerkstatt haben wir weitergearbeitet. Der Wagen erhielt einen schmucken blauen Außenanstrich und wir beklebten ihn mit passenden Applikationen und einer Beschriftung. Mit Unterstützung eines Zimmermanns fertigten wir für die Sitzecke einen edlen Eichenholz-Tisch und montierten in dem Wagen einen Bücherschrank. Darin befindet sich nun die Bibliothek mit vielerlei Anregungen für Werkarbeiten. Außerdem pflasterten wir einen Stellplatz für den Wagen. Für die weitere Nutzung haben wir etliche Ideen, z.B. Restaurierung eines Oldtimers mit anschließender Tour, Erweiterung des Wagens zu einem Naturforscherlabor, Errichtung eines Lehrpfads im Dubringer Moor, Werkwochenenden zu einzelnen Berufsbildern. Wir haben erste Anfragen zur externen Nutzung des Wagens. Etwa durch die Jugendinitiative, die am Wittichenauer Stadtteich eine Skaterrampe errichten möchte. Übrigens ein „Hoch vom Sofa“-Projekt aus diesem Jahr. Für eine noch intensivere Nutzung des Wagens fehlt es jedoch an der adäquaten Betreuung der dort werkenden Kinder und Jugendlichen. Wir könnten uns vorstellen, dass pensionierte Handwerker, unsere Großväter oder Handwerksbetriebe aus der Region, sich für Projekte in der mobilen Jugendwerkstatt engagieren.


Meinung schreiben

(Wird nicht veröffentlicht)